{"id":4993,"date":"2010-01-04T20:17:00","date_gmt":"2010-01-04T19:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.katiahermann.com\/abschied-von-gestern-katrin-kampmann-in-ludwigsburg\/"},"modified":"2025-08-25T19:36:58","modified_gmt":"2025-08-25T17:36:58","slug":"abschied-von-gestern-katrin-kampmann-in-ludwigsburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/abschied-von-gestern-katrin-kampmann-in-ludwigsburg\/","title":{"rendered":"\u201eAbschied von gestern\u201c: Katrin Kampmann in Ludwigsburg"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.artandevents.mediaquell.com\" target=\"_blank\">Published \u00a0on\u00a0www.artandevents.mediaquell.com<\/a>\u00a02010<br \/>\n[slideshow_deploy id=&#8217;372&#8242;]<\/p>\n<p>Noch bis zum 7. Januar zeigt Kunstbetrieb 7 in Ludwigsburg die aktuellen Werke der jungen, in Berlin lebenden K\u00fcnstlerin Katrin Kampmann, in deren Malerei Abstraktion und Figuration, Reales und Surreales fusionieren. Durch die Farbe und Mehrschichtigkeit entsteht eine Explosion aus der neue und zugleich vertraute Szenerien.<\/p>\n<p>1979 in Bonn geboren, geht Katrin Kampmann, nachdem sie als Kind einige Jahre in Paris gelebt hat, nach Berlin und studiert von 2001 bis 2006 unter Prof. K. H. H\u00f6dicke an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste und erh\u00e4lt den ehrenvollen Meistersch\u00fclerpreis. Schon kurz darauf wird sie von der Galerie Michael Schultz in Berlin neben bekannten K\u00fcnstlern wie Cornelia Schleime und damals Norbert Bisky vertreten.<\/p>\n<p>Bereits Ende 2007-2008 h\u00e4ngen ihre Werke in der Kunsthalle Rostock neben zeitgen\u00f6ssischen Werken aus einer der bedeutendsten europ\u00e4ischen Privatsammlungen des niederl\u00e4ndischen Sammlerehepaares Knecht. Neben ber\u00fchmten Zeitgenossen der \u00e4lteren Generation wie Penck, Baselitz und L\u00fcpertz befinden sich vor allem Arbeiten j\u00fcngerer K\u00fcnstler in der Kollektion.<\/p>\n<p>2008 wurde die Kampmann von Hans Grothe entdeckt, Vater des Bauherrn des Concorde Hotels in Berlin und erfahrener Kunstsammler. Er beauftragt die junge K\u00fcnstlerin, Werke f\u00fcr das Concorde Hotel zu schaffen. Kaum aus dem Fahrstuhl gestiegen, \u00fcberw\u00e4ltigen ihre farbigen Gro\u00dfleinw\u00e4nde in der ersten Etage sowie in der Brasserie Le Faubourg. Dort stellt Katrin Kampmanns &#8222;Fr\u00fchst\u00fcck im Freien&#8220; nicht nur ein historisches Zitat dar, mit dem sie spielt, sondern setzt auch einen \u00fcberaus farbenfrohen Akzent.<\/p>\n<p>2009 sind ihre Werke unter denen der deutschen K\u00fcnstler in der Show &#8222;Kunstdialog in gemeinsamer Bewegung\u201d im Museum of Art in Wuhan-China vertreten, eine Gruppenausstellung, die vom Goethe Institut und dem Ausw\u00e4rtigen Amt in Wuhan unterst\u00fctzt wurde. Auch \u00fcber ihre Einzelausstellung im selben Jahr in der Galerie schultz contemporary, &#8222;Die einfache Explosion&#8220;, wurde mehrfach berichtet.<\/p>\n<p>In der Malerei von Katrin Kampmann fusionieren Abstraktion und Figuration, Reales und Surreales. Durch die Farbe und Mehrschichtigkeit entsteht eine Explosion, aus der neue und zugleich vertraute Szenerien entstehen.<\/p>\n<p>Katrin Kampmann malt, was sie umgibt. Freunde, bekannte oder imagin\u00e4re Personen nach fotografischen Bildern. Auf den gro\u00dfformatigen Leinw\u00e4nden herrscht eine gewisse Spannung, Heftigkeit und Emotionalit\u00e4t und eine wahrhaftige Farbexplosion. Leuchtende Farbfl\u00e4chen und Farbkleckse prallen auf die figurativen Darstellungen des Alltags. Ihr dynamischer Gestus kontrastiert mit den teilweise perfekt geformten Farbflecken, die die Fl\u00e4chen \u00fcbers\u00e4en. Die malerisch reduzierten und verfremdeten Gestalten oder Silhouetten schimmern durch tapetenartige Muster, bewegen sich auf, vor oder hinter verschiedenen Flecken. Vordergrund und Hintergrund, Personen, Gegenst\u00e4nde, Farbfl\u00e4chen und Kleckse flie\u00dfen ineinander und durcheinander. Ein zuerst wild wirkendes, doch hochrangig organisiertes System. Werke, die immer wieder ein optisches Erlebnis sind und den Betrachtern die Freiheit geben eigene Assoziationsketten zu finden.<\/p>\n<p>Die junge Malerin kombiniert meisterhaft die unterschiedlichsten Maltechniken zu einem perfekt arrangierten Ensemble. Ihre expressive Malerei mit dem Pinsel wird durch die \u00fcberlagernden Drucke zu einer Art Ordnung aufgerufen. Ob Tusche, Acryl oder \u00d6l, sie tr\u00e4gt die Farbe mit dem Pinsel auf, sch\u00fcttet, drippt oder spr\u00fcht. Ob horizontal auf dem Boden oder vertikal an der Wand, der permanente Wechsel der verschiedenen Techniken erfordert einen harten K\u00f6rpereinsatz bei der Anfertigung der gro\u00dfformatigen Leinw\u00e4nde.<\/p>\n<p>&#8222;Der Zufall spielt bei meiner Arbeit schon eine gewisse Rolle. Er gibt mir die M\u00f6glichkeit, mich immer wieder zu hinterfragen&#8220;, sagt die Malerin.<\/p>\n<p>Und Schnelligkeit ist bei ihren Techniken ebenfalls gefragt. Oft muss sie schnell eingreifen, noch bevor die Farbe trocknet, und das hei\u00dft geschickt agieren mit den unvorhersehbaren Formen und Strukturen, die z. B. durch die Drucktechnik entstehen.<\/p>\n<p>In der Ausstellung \u201eAbschied von gestern\u201c werden 15 aktuelle Werke gezeigt, die in den hellen, gro\u00dfen Galerier\u00e4umen des Kunstbetriebs 7 hervorragend zur Geltung kommen. Anhand von Schablonen stellt die K\u00fcnstlerin in ihren j\u00fcngsten Gem\u00e4lden Klone anderer Flecken her und kann sie unendlich wiederholen. Dadurch erhalten die Flecken etwas K\u00fcnstliches, Technisches, Perfektes und stellen neben dem Gestus ihrer expressiven Malerei Kontrolle und Synthetik dar. Sie thematisiert in ihren j\u00fcngsten Werken die Omnipr\u00e4senz der Bilder in unserer Gesellschaft anhand von Motiven wie Laptop, TV und Handybildschirm. Die Perfektion der modernen Technik prallt auf die menschliche Unperfektion.<\/p>\n<p>In &#8222;Pers\u00f6nliche Motive\u201c etwa steht auf der linken H\u00e4lfte des Bildes eine Frau. Der fleckige Boden, der als Diagonale die untere Bildh\u00e4lfte einnimmt, gibt den sonst eher fl\u00e4chigen Bildern hier eine Tiefe. Die Frau posiert dem Betrachter zugewandt in einer Kampfgeste, die Faust nach vorne. Mit ihrem Look und der Umh\u00e4ngetasche wirkt sie jung mit dynamischem, fast aggressivem Gestus. In der Mitte des Gem\u00e4ldes \u201eexplodiert\u201c ein Farbfleck, wie ein Feuerwerksk\u00f6rper, den die Frau zu uns wirft. Eines der kraftvollsten Werke dieser beeindruckenden Einzelausstellung.<\/p>\n<p>Katia Hermann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Published \u00a0on\u00a0www.artandevents.mediaquell.com\u00a02010 [slideshow_deploy id=&#8217;372&#8242;] Noch bis zum 7. Januar zeigt Kunstbetrieb 7 in Ludwigsburg die aktuellen Werke der jungen, in Berlin lebenden K\u00fcnstlerin Katrin Kampmann, in deren Malerei Abstraktion und Figuration, Reales und Surreales fusionieren. 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