{"id":4995,"date":"2010-01-11T14:11:00","date_gmt":"2010-01-11T13:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.katiahermann.com\/business-class-in-paris-us-kuenstlerin-nicole-cohen-zeigt-neue-arbeiten\/"},"modified":"2025-08-25T19:36:58","modified_gmt":"2025-08-25T17:36:58","slug":"business-class-in-paris-us-kuenstlerin-nicole-cohen-zeigt-neue-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/business-class-in-paris-us-kuenstlerin-nicole-cohen-zeigt-neue-arbeiten\/","title":{"rendered":"Business Class in Paris: US-K\u00fcnstlerin Nicole Cohen zeigt neue Arbeiten"},"content":{"rendered":"<p>Erschienen auf <a href=\"http:\/\/www.artandevents.mediaquell.com\" target=\"_blank\">www.artandevents.mediaquell.com<\/a>\u00a02010<br \/>\n[slideshow_deploy id=&#8217;370&#8242;]<\/p>\n<hr \/>\n<p>Nach der Ausstellung \u201eRap Rococo\u201c 2007 pr\u00e4sentiert die amerikanische in Berlin lebende K\u00fcnstlerin Nicole Cohen nun \u201eBusiness Class\u201c in der Galerie La B.A.N.K in Paris bis 13. Februar 2010. F\u00fcr diese zweite Ausstellung in ihrer Pariser Galerie erforscht Nicole Cohen den Begriff der funktionellen Psychologie und die Bestimmung einer \u00c4sthetik des Selbst durch die Konzeptualisierung und die Formalisierung des Erscheinens.<\/p>\n<p>In der Galerie La B.A.N.K. sind circa 30 Collagen und ein Video wie eine Filmmontage in den R\u00e4umlichkeiten von der K\u00fcnstlerin gestaltet worden. Die Subjekte der Bilder, Frauen und M\u00e4nner aus den 50er Jahren, interagieren durch ihren Blick und ihre Posen miteinander und untereinander und schaffen eine fassbare Kinematik, die Erz\u00e4hlung und die ph\u00e4nomenologische Erfahrung beschreibt. Der Effekt wird durch die von der K\u00fcnstlerin geschriebene und auserw\u00e4hlte Wandtexte unterstrichen. Die f\u00fcr die Collagen benutzten Bilder sind Werbungen aus Magazinen l\u00e4ngst vergangener Jahre. Die Personen, gezeichnete Modelle &#8211; glamour\u00f6se und elegante Gesch\u00e4ftsleute, wie man sie aus klassischen Hollywoodfilmen der 50er kennt &#8211; werden in einen raumzeitlichen Rahmen, ins Heute \u201eteleportiert\u201c. Das schwarze gitterartige Papier, das die K\u00fcnstlerin \u00fcber die Modelle angebracht hat, umrahmt die Figuren und verschleiert auf eine Art die Lekt\u00fcre der Werke und den \u00dcbergang der Vergangenheit in die Gegenwart.<\/p>\n<p>Das aktuelle Video von Nicole Cohen verfolgt die systemische Interpretation des \u201ein between\u201c. Aus einem Tunnel oder von einer Stra\u00dfe aus in der Nacht gefilmt, flitzen die glitzernden Lichter von Stra\u00dfenlaternen wie funkelnde Diamanten an uns vorbei, wie der Widerschein der fulminanten Bestimmung und Vorwegnahme, die die Gesch\u00e4ftswelt, die Business Class, scheinbar inspiriert.<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstlerin sieht in ihrer Abstraktion den Erfolg, die grandiosen Ziele und auch die vor\u00fcbergehenden \u00c4ngste in dieser Gesch\u00e4ftwelt. Der Titel \u201eYard\u201c eines der Werke bezeichnet in der amerikanischen Umgangssprache eine Milliarde Dollar, eine Summe, die nur f\u00fcr Auserw\u00e4hlte bestimmt ist.<\/p>\n<p>Nicole Cohen arbeitet h\u00e4ufig mit einem Fundus von Bildern aus der Vergangenheit, ob aus Modemagazinen wie hier oder Magazinen f\u00fcr Innenarchitektur und Wohnausstattung. F\u00fcr ihre Videoinstallationen verwendet sie bis heute meistens Interieurs aus der Vergangenheit, in denen sie gefilmte Menschen aus dem Heute in ein \u201evergangenes\u201c statisches Bild, ein kleines Foto eines Interieurs, mit einem Projektor in der angepassten Gr\u00f6\u00dfe des Interieurs beamt. Die kleinen \u201eechten\u201c Figuren tanzen und bewegen sich in \u201efiktiven\u201c R\u00e4umen.<\/p>\n<p>In ihren aktuellen Werken arbeitet sie nun fast umgekehrt: die Menschen der Vergangenheit, hier gezeichnete, statische Modelle aus den 50er Jahren, werden in einem neuen Kontext, mit Text, in die Gegenwart \u201ekontextualisiert\u201c. Eine neue Weise zu arbeiten und eine klug konzipierte Einzelausstellung in der Galerie f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst, La B.A.N.K, nicht weit vom Centre Georges Pompidou im Zentrum von Paris.<\/p>\n<p>2010 wird ein fruchtbares Jahr: Nicole Cohen zeigt eine Soloshow in Los Angeles im Rio Hondo College und wird an mehreren Gruppenausstellungen teilnehmen. Zudem erh\u00e4lt sie ihren ersten Auftrag aus Budapest.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nicolecohen.org\">Nicole Cohen<\/a> z\u00e4hlt schon einige gro\u00dfe Ausstellungen in den USA: &#8222;French Connection&#8220; (2009), &#8222;40-Love&#8220; (2003) und &#8222;Fantasy Space &amp; Crystal Ball : Dreamhouse&#8220; (2000) in der Shoshana Wayne Gallery in Kalifornien oder &#8222;How to Make Your Windows Beautiful&#8220; (2005) in der Galerie Stephen Stoyanov in New York. Sie war in Gruppenausstellungen in Deutschland, Japan, Norwegen, S\u00fcdkorea und China vertreten.<\/p>\n<p>point-of-view-talkDrei Einzelausstellungen fanden in Museen statt: &#8222;My Vie En Rose&#8220; (2003) im Williams College Museum of Art in Williamstown, Massachusetts, &#8222;Please Be Seated&#8220; (2007-2009), eine Videoinstallation, die im Auftrag des J. Paul Getty Museum in Los Angeles geschaffen wurde und die dritte findet erst im Januar 2011 statt: &#8222;Circles and Beamers&#8220; im Katzen Art Center Museum in Washington, D.C..<\/p>\n<p>Katia Hermann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erschienen auf www.artandevents.mediaquell.com\u00a02010 [slideshow_deploy id=&#8217;370&#8242;] Nach der Ausstellung \u201eRap Rococo\u201c 2007 pr\u00e4sentiert die amerikanische in Berlin lebende K\u00fcnstlerin Nicole Cohen nun \u201eBusiness Class\u201c in der Galerie La B.A.N.K in Paris bis 13. Februar 2010. 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