{"id":5232,"date":"2015-12-04T19:54:38","date_gmt":"2015-12-04T18:54:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.katiahermann.com\/zur-ausstellung-paper-works-ii-ts-art-projects\/"},"modified":"2015-12-04T19:54:38","modified_gmt":"2015-12-04T18:54:38","slug":"zur-ausstellung-paper-works-ii-ts-art-projects","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/zur-ausstellung-paper-works-ii-ts-art-projects\/","title":{"rendered":"Zur Ausstellung Paper Works II, TS Art Projects"},"content":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.tsartprojects.com\/#\/exhibition\/paper_works_ii\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tsartprojects.com\/#\/exhibition\/paper_works_ii<\/a><\/p>\n<p>Text f\u00fcr die Ausstellung\u00a0<strong>PAPER WORKS II<\/strong> bei TS art projects Berlin<\/p>\n<p>Georg Baselitz (geb. 1938)<\/p>\n<p>In Georg Baselitz ze\u00adich\u00adner\u00adischem und grafis\u00adchem Werk erkennt man die eher grobe Mal\u00adweise seiner Malerei, sowie auch die raue Bear\u00adbeitungsweise seiner Holzskulp\u00adturen wieder. Seine Mo\u00adtive wie z.B. das Fig\u00aduren- und Tier\u00adbild wer\u00adden auch in vie\u00adlen Grafiken aufge\u00adgrif\u00adfen. Der Holzschnitt mit dem Adler ist hier ein grafis\u00adches Beispiel seiner \u201eauf dem Kopf\u201c ste\u00adhen\u00adden Bildern, mit denen Baselitz weltweit Ende der 60er Jahre ber\u00fchmt wurde, um somit das Bild an sich von allem In\u00adhaltlichen zu be\u00adfreien. Der men\u00adschliche Kopf einer Radierung erin\u00adnert an seine B\u00fcsten-Skulp\u00adturen. Mit einer eher spon\u00adta\u00adnen Ze\u00adich\u00adnungsweise ar\u00adbeitet der K\u00fcnstler frei und zeigt seine Ex\u00adper\u00adi\u00admen\u00adtier\u00adfreudigkeit auch hier in grafis\u00adchen Ar\u00adbeiten, die mit ver\u00adschiede\u00adnen Druck\u00adtech\u00adniken Ende der 60er Jahre und 80er Jahren ent\u00adstanden und in welchen die Linie do\u00adminiert und die Farbe be\u00adwusst aus\u00adge\u00adlassen wurde.<\/p>\n<p>Daniel Richter (geb. 1962)<br \/>\nAn\u00adfangs malte Daniel Richter auss\u00adchlie\u00dflich ab\u00adstrakt, bevor er zunehmend fig\u00adu\u00adra\u00adtive El\u00ade\u00admente auf\u00adgriff. Nar\u00adra\u00adtiv und r\u00e4tsel\u00adhaft erin\u00adnern seine fig\u00adu\u00adra\u00adtiven Bild\u00adwel\u00adten an Gen\u00adres der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit, wie z.B. die der His\u00adto\u00adrien\u00admalerei, die er sowohl dekon\u00adstru\u00adiert als auch zeit\u00adgen\u00f6ssisch rekon\u00adtex\u00adtu\u00adal\u00adisiert. Seine Hochdruck-Se\u00adrie \u201eOhne Titel\u201c von 2007 erin\u00adnert an Grafiken aus dem Mit\u00adte\u00adlal\u00adter mit einen sur\u00adrealem Col\u00adlage-Ef\u00adfekt. Drama\u00adtis\u00adche Szenen von Folter, men\u00adschliche Fig\u00aduren mit wei\u00dfen Todes\u00adfratzen, \u00fcberdi\u00admen\u00adsion\u00adale far\u00adbige V\u00f6gel erin\u00adnern an Schauerm\u00e4rchen, an Albtr\u00e4ume und an ver\u00adgan\u00adgene bar\u00adbarische Zeiten. Diese beson\u00addere grafis\u00adche Serie des K\u00fcnstlers hat die Eigen\u00adschaft, den Be\u00adtra\u00adchter zu be\u00adun\u00adruhi\u00adgen, sie ist enig\u00adma\u00adtisch und mehrdeutig, wie viele Ar\u00adbeiten von Daniel Richter, die seine Kunst so un\u00adverkennbar machen.<\/p>\n<p>Chris\u00adt\u00adian Awe (geb. 1978)<br \/>\nChris\u00adt\u00adian Awe war sowohl Sch\u00fcler bei Georg Baselitz als auch bei Daniel Richter an der Uni\u00adver\u00adsit\u00e4t der K\u00fcnste, Berlin. Awe hat neben Ur\u00adban Art mit Schaf\u00adfung von Mu\u00adrals zus\u00e4tzlich den Weg zur ab\u00adstrak\u00adten Malerei auf Lein\u00adwand genom\u00admen und eben\u00adfalls grafis\u00adche Werke sowie Pa\u00adpier\u00adar\u00adbeiten geschaf\u00adfen. Seine gro\u00dffor\u00admati\u00adgen Bilder, sowie auch seine Pa\u00adpier\u00adar\u00adbeiten, die durch ver\u00adschiedene Schichten und Tech\u00adniken entste\u00adhen &#8211; durch Kon\u00adstruk\u00adtion und Zer\u00adlegung oder Aufl\u00f6sung &#8211; bein\u00adhal\u00adten mit ihrer Far\u00adbigkeit und schein\u00adbaren Zuf\u00e4lligkeiten eine starke Ma\u00adte\u00adri\u00adalit\u00e4t wie z.B. die Fl\u00fcssigkeit der Farbe. Seine Ze\u00adich\u00adnun\u00adgen und Grafiken bein\u00adhal\u00adten eine faszinierende lebendige Kraft durch Kom\u00adpo\u00adsi\u00adtion und Farb\u00adpalette, die durch seine ihm eigene Mis\u00adchtech\u00adnik entsteht.<\/p>\n<p>Mar\u00adtin Werth\u00admann (geb. 1982)<br \/>\nMar\u00adtin Werth\u00admann studierte an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Ham\u00adburg in der Klasse von An\u00addreas Slomin\u00adski, so wie bei Wim Wen\u00adders, Fatih Akin und Daniel Richter. Werth\u00admann&#8217;s pik\u00adtorales Werk besteht in er\u00adster Linie aus gro\u00dffor\u00admati\u00adgen, mono\u00adtyp\u00adis\u00adchen Holzschnit\u00adten, die er meist nach Fo\u00adtovor\u00adla\u00adgen auf Holz\u00adplat\u00adten \u00fcbertr\u00e4gt und wie Col\u00adla\u00adgen zusam\u00admen\u00addruckt. Dabei \u00fcberlagert er eine Vielzahl von Farb\u00adschichten und erzeugt neben den Struk\u00adturen und For\u00admen einzi\u00adgar\u00adtige Farbfl\u00e4chen. Die Edi\u00adtion\u00adsserie F60.9 ist eine Auskop\u00adplung eines seiner Formele\u00admente. Es han\u00addelt sich um Licht\u00adspiegelun\u00adgen auf der Wasser\u00adoberfl\u00e4che eines Swim\u00adming\u00adpools, die Werth\u00admann wiederum im Bild dop\u00adpelt spiegelt, so dass sich ein\u00ader\u00adseits ein bio\u00admor\u00adphes Muster ergibt, das durch den Pos\u00adi\u00adtiv\/Neg\u00ada\u00adtiv-Ef\u00adfekt wie zwei un\u00adter\u00adschiedliche r\u00e4um\u00adliche Gebilde er\u00adscheint, an\u00adder\u00ader\u00adseits durch die Spiegelung ein mul\u00adti\u00addi\u00admen\u00adsion\u00adaler Raum beschrieben wird.<\/p>\n<p>Text: Katia Hermann, Kunsthistorikerin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0http:\/\/www.tsartprojects.com\/#\/exhibition\/paper_works_ii Text f\u00fcr die Ausstellung\u00a0PAPER WORKS II bei TS art projects Berlin Georg Baselitz (geb. 1938) In Georg Baselitz ze\u00adich\u00adner\u00adischem und grafis\u00adchem Werk erkennt man die eher grobe Mal\u00adweise seiner Malerei, sowie auch die raue Bear\u00adbeitungsweise seiner Holzskulp\u00adturen wieder. 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