{"id":5563,"date":"2021-09-29T12:15:57","date_gmt":"2021-09-29T10:15:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.katiahermann.com\/duo-show-mit-caitlin-hespe-ida-lawrence-a-bird-in-the-grass-is-worth-a-thousand-hearts-retramp\/"},"modified":"2021-09-29T12:15:57","modified_gmt":"2021-09-29T10:15:57","slug":"duo-show-mit-caitlin-hespe-ida-lawrence-a-bird-in-the-grass-is-worth-a-thousand-hearts-retramp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/duo-show-mit-caitlin-hespe-ida-lawrence-a-bird-in-the-grass-is-worth-a-thousand-hearts-retramp\/","title":{"rendered":"Duo show mit Caitlin Hespe &#038; Ida Lawrence &#8222;A bird in the grass is worth a thousand hearts&#8220; @RETRAMP"},"content":{"rendered":"<p><b>A bird in the grass is worth a thousand hearts<\/b><\/p>\n<p><b>Duo show mit Caitlin Hespe &amp; Ida Lawrence<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>10.09.2021 bis 19.09.2021, zur Berlin Art Week 2021<\/p>\n<p>RETRAMP Gallery, Reuterstra\u00dfe.62, 12047 Berlin, www.retramp.com<\/p>\n<p>Der Titel der Duo-Ausstellung von Caitlin Hespe und Ida Lawrence<b> \u201e<i>A bird in the grass is worth a thousand hearts\u201c <\/i><\/b>ist eine Verschmelzung von vier verschiedenen englischen Sprichw\u00f6rtern: \u201eA bird in the hand is worth two in the bush\u201c, \u201eThe grass is always greener on the other side\u201c, \u201eAbsence makes the heart grow fonder\u201c und \u201eA picture is worth a thousands words\u201c. Das letzt genannte Sprichwort, ein Bild ist mehr wert als tausend Worte, passt ausgesprochen gut zu den Arbeiten der zwei australischen bildenden K\u00fcnstlerinnen. Denn durch die fig\u00fcrliche Darstellungsweise ihrer Malerei und Zeichnungen, ihre Bildmotive und der Integration von handgemalten Text und Wortspielereien sprechen die Werke f\u00fcr sich und erz\u00e4hlen oft eine kleine Geschichte. Durch die Konfrontation von Gegenst\u00e4nden und Motiven in einem Bild, die keinen Zusammenhang zu haben scheinen, ergeben sich meist seltsame Assoziationen. Bei beiden K\u00fcnstlerinnen gibt es auch stilistische \u00dcberschneidungen, wie z.B. das Aufgreifen eines Rasters\/Netzes in manchen Arbeiten. Imperfekt, deformiert, mit schl\u00e4ngelnden Linien oder perspektivisch gesetzt wird ein eigentlich strukturierendes Werkzeug zu einem deformierten Muster. Handgemalter Text in Form von kurzen S\u00e4tzen, Slogans oder kurzen erz\u00e4hlerischen Ausz\u00fcgen geben den Bildern eine zus\u00e4tzliche Ebene und neue Deutung. Mit thematischen Anspielungen und meist mit Sinn f\u00fcr Humor verleihen sie den Arbeiten eine andere Betrachtungsweise auf die dargestellten Gegenst\u00e4nde oder Figuren. Das Sequenzieren und Wiederholen von Bildausschnitten in einer Arbeit findet man sowohl in einigen Arbeiten von Caitlin Hespe als auch bei ida Lawrence. Bei Caitlin Hespe sind es meist zwei oder vier Bilder in einer Arbeit, die nebeneinander gesetzt sich \u00e4hneln, doch differenzieren und oft seltsam nebeneinander wirken. Diese Motivwiederholungen werden nicht exakt gleich dargestellt, sondern abgewandelt, wie zum Beispiel bei Ida Lawrence in den f\u00fcnfzehn Bildern der Architektur der Kirche am Zionskirchplatz mit dem Himmel in der Abendsonne oder den Obstk\u00f6rben, die der Reihe nach verfallen. Sie werden deformiert, denaturiert oder verzerrt und sind absichtlich unvollkommen. Denn es geht bei beiden K\u00fcnstlerinnen um die Wahrnehmung von Dingen, um Illusion, Imperfektion und spielerischen Umdeutungen f\u00fcr neue Gedankeng\u00e4nge. Im Vordergrund steht der Aspekt, dass getrennte Dinge zusammen- oder aufeinandertreffen und diese visuellen Verbindungen auf einer Bildebene irritieren und \u00fcberraschen. Und trotz der spielerischen, poetischen Ansatzweisen und humorvollen dadaistischen Andeutungen beider K\u00fcnstlerinnen mit biografischen Anspielungen, kann man auch eine gewisse Nostalgie und Melancholie versp\u00fcren, die durchaus in den Sprichw\u00f6rtern zu finden sind, die als Inspiration f\u00fcr den Ausstellungstitel dienten.<\/p>\n<p>Mit der Verquickung ihrer Werke spielen die zwei australischen bildenden K\u00fcnstlerinnen nun in den R\u00e4umen von RETRAMP und verwandeln die Galerie in ein Laboratorium des Spiels von Assoziationen, \u00dcberschneidungen und Korrelationen ihrer Bilderwelten. Durch die Gegen\u00fcberstellungen und Pr\u00e4sentationsweisen werden anhand von auserw\u00e4hlten Arbeiten, die getrennt geschaffen wurden, zwei k\u00fcnstlerische Ans\u00e4tze zusammengef\u00fchrt, die \u00fcberraschende \u00c4hnlichkeiten aufweisen, als st\u00e4nden die zwei langj\u00e4hrigen Freundinnen in telepathischer k\u00fcnstlerischer Verbindung. Hier im r\u00e4umlichen Kontext erfahren ihre Werke nun konkrete Beziehungen, Interferenzen, Wechselbez\u00fcge und vor allem eine Resonanz in dieser einmaligen Konstellation.<\/p>\n<p><i>Text von Katia Hermann, September 2021.<\/i><\/p>\n<p><strong>Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<p>Opening Freitag, 10.09.2021, 17h bis 21h.<\/p>\n<p>Freitags, Samstags und Sonntags ge\u00f6ffnet von 15h bis 19h.<\/p>\n<p>RETRAMP Gallery, Reuterstr. 62, 12047 Berlin, <a href=\"http:\/\/www.retramp.com\">www.retramp.com<\/a><\/p>\n<p>Mit der Duo show <b><i>A bird in the grass is worth a thousand hearts <\/i><\/b>wird RETRAMP zu einem Laboratorium des Spiels und eines m\u00f6glichen Wiedersehens. Caitlin Hespe und Ida Lawrence sind zwei K\u00fcnstlerinnen, die getrennt arbeiten (zuletzt in Budapest und Berlin), aber auch in engem Kontakt stehen. Durch telepathische Kommunikation (oder einfach nur regelm\u00e4\u00dfigen Telefonkontakt, wir wissen es nicht genau) verschmelzen und kollidieren Motive, und es kommt zu thematischen Begegnungen. In ihren Zeichnungen und Gem\u00e4lden stellt Caitlin Hespe Bilder mit \u00fcberraschenden Kombinationen mit neuer Logik und Sensibilit\u00e4t zusammen. Sie schafft Spr\u00fcnge und Verbindungen zwischen Assoziationen und Sprache und spielt mit dem Untergrund als Raum f\u00fcr Illusionen. Ida Lawrence&#8216; Leinw\u00e4nde erz\u00e4hlen Geschichten von Missgeschicken, (Miss-)Verst\u00e4ndnis und (Dis-) connection. Ihre erz\u00e4hlerischen Gem\u00e4lde, die in Deutschland, Indonesien und Australien &#8211; ihren verschiedenen Wohnorten &#8211; angesiedelt sind, reflektieren aktuelle Beobachtungen, tauchen in ferne Erinnerungen ein und zeichnen Versuche auf, der Welt einen Sinn zu geben.<\/p>\n<p>Der Titel der Ausstellung <b><i>A bird in the grass is worth a thousand hearts <\/i><\/b>ist eine Verschmelzung von (mindestens) vier englischen Sprichw\u00f6rtern, die jeweils ein Gef\u00fchl oder eine Lektion f\u00fcr einen bestimmten Moment darstellen. Ein Sprichwort besagt, dass das, was in der Gegenwart nahe ist, wertvoll ist. Ein anderes, dass Abwesenheit Sehnsucht wecken kann, eine weiteres, dass Dinge in der Ferne mit einer verzerrten Perspektive gesehen werden, und eines, dass Bilder und Worte nicht wirklich gleichwertig sein k\u00f6nnen. Jede dieser &#8222;Weisheiten&#8220; k\u00f6nnte verwirrend, vielleicht unsinnig sein, oder vielleicht ist das verwirrte Sprichwort eine Weisheit an sich? Auf die selbe Art und Weise verbindet diese in situ entwickelte Ausstellung Gedanken, Anekdoten, Botschaften und die Sensibilit\u00e4t der beiden K\u00fcnstlerinnen zu einem neuen Gespr\u00e4ch in den Galerier\u00e4umen.<\/p>\n<p><i>Kuratiert von Katia Hermann.<\/i><\/p>\n<p><b>\u00dcber die K\u00fcnstlerinnen:<\/b><\/p>\n<p><b>Caitlin Hespe<\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/caitlinhespe.com\/\">caitlinhespe.com<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/instagram.com\/freiche.hat\">instagram.com\/freiche.hat<\/a><\/p>\n<p>Caitlin Hespe (geb. 1989, Sydney, Australien) ist eine bildende K\u00fcnstlerin, deren forschungsbasierte Praxis Zeichnung, Malerei und Installation umfasst. Sie schloss ihr Studium an der National Art School (Australien) mit einem Master of Fine Art (Zeichnung) im Jahr 2018 ab. Sie arbeitet alleine sowie auch im Duo mit Emilie Syme-Lamont. 2019 war Caitlin Hespe Artist-in-Residence in Paris an der Cit\u00e9 des Arts Internationale, die von der National Art School vergeben wurde, und sp\u00e4ter Programmassistentin f\u00fcr die Budapest Art Residency (BARTR). Sie stellte 2021 in Zusammenarbeit mit PINCE Projects in Budapest und mit Einzelausstellungen in The Waiting Room Projects und Articulate Project Space in Sydney aus. Derzeit lebt sie in Budapest, Ungarn.<\/p>\n<p><b>Ida Lawrence<\/b><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/idalawrence.info\">idalawrence.info<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/instagram.com\/idalawrencee\">instagram.com\/idalawrencee<\/a><\/p>\n<p>Ida Lawrence (geb. 1988, Sydney, Australien) ist eine bildende K\u00fcnstlerin mit einem besonderen Interesse am Geschichtenerz\u00e4hlen. In ihren narrativen Gem\u00e4lden kombiniert sie Text und Bilder, Fakten und Fiktion sowie Zeichnungen aus Recherchen, Beobachtungen und pers\u00f6nlichen Erfahrungen. Malerei ist f\u00fcr sie ein Weg, der Welt einen Sinn zu geben, und n\u00e4hert sich ihr normalerweise mit gro\u00dfer Affinit\u00e4t f\u00fcr Humor und Spielerei. Sie interessiert sich besonders daf\u00fcr, wie die visuelle und &#8222;abstrakte&#8220; Sprache der Malerei eine Form des Geschichtenerz\u00e4hlens an sich sein kann. Ida Lawrence absolvierte 2009 einen Bachelor of Fine Arts an der National Art School in Sydney und den First Class Honours am Sydney College of the Arts 2014. Im Jahr 2009 war sie Mitbegr\u00fcnderin der Galerie MILS, einem von K\u00fcnstlerInnen betriebenen Projektraum in Sydney, und zog dann nach Indonesien, wo sie am Indonesian Arts Institute in Yogyakarta Tanz studierte. Seit 2017 ist Ida Mitglied des Woven Kolektif. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A bird in the grass is worth a thousand hearts Duo show mit Caitlin Hespe &amp; Ida Lawrence\u00a0 10.09.2021 bis 19.09.2021, zur Berlin Art Week 2021 RETRAMP Gallery, Reuterstra\u00dfe.62, 12047 Berlin, www.retramp.com Der Titel der Duo-Ausstellung von Caitlin Hespe und Ida Lawrence \u201eA bird in the grass is worth a thousand hearts\u201c ist eine Verschmelzung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5322,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,77],"tags":[],"class_list":["post-5563","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausstellungen","category-news"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5563"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5563\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katiahermann.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}